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Eine seltene Delikatesse und eine Quelle für Limonade: „Mönchsbart“ oder das Geheimnis des venezianischen Glases.
Diese einjährige Pflanze, die in Italien als Agretti bekannt ist und sich durch leicht zu züchtende Stängel (40-80 cm) und saftige, nadelförmige Blätter mit einem pikanten, salzig-sauren Geschmack und einer knackigen Textur auszeichnet, ist in Italien bekannt.
Kulinarischer Wert:
In Italien sagt man: „Wenn du Agretti auf dem Markt siehst, kauf sie und iss sie, bevor der Frühling vorbei ist!“ Die Saison dieser Delikatesse ist kurz (März-Mai).
Die jungen Triebe schmecken wie eine Mischung aus Spinat, Spargel und Meerfenchel. Sie sind reich an Vitamin A, Eisen und Kalzium.
Zubereitung: Agretti schmecken pur hervorragend. Man kann sie dämpfen, Salaten oder Omeletts (Frittata) beifügen oder als Beilage zu Fisch mit Zitrone und Olivenöl servieren. Wichtig ist, sie nicht zu lange zu garen, damit sie knackig bleiben.

Agrartechnologie.
Salsola ist eine winterharte und sonnenliebende Pflanze. Sie wächst an sonnigen Standorten.
Aussaat: Im Frühjahr oder vor dem Winter (in Estland November/Dezember). Die Samen werden flach ausgesät und stets mit Torf (2–3 cm) bedeckt. Die Keimlinge erscheinen nach 10–15 Tagen.
Pflege: Den Boden auflockern und wässern. Die Pflanze wird mehrmals pro Saison geschnitten (die unteren Blätter bleiben stehen).
Wichtig: Samen verlieren schnell ihre Keimfähigkeit (sie sind nur 3–4 Monate haltbar!). Ältere Samen sollten daher in Keimstimulanzien (z. B. Epin, Zircon) eingeweicht werden.
1,0 g = 40-50 Samen.
Geschichte und Legenden:
Der offizielle Name der Pflanze, „Salzkraut“, ist kein Zufall. Ihre Asche enthält viel Soda. In der Antike wurde sie im gesamten Mittelmeerraum für Glasmacher gesammelt. Man vermutet, dass das Geheimnis der Transparenz des berühmten Murano- und Venezianischen Glases in der Verwendung dieser Pflanzenasche liegt.
Wegen des zotteligen Aussehens seiner grünen Büschel nannte man sie „barba dei frati“ (Mönchsbart).

