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Schöne, saftige Wurzeln.
Mittelfrühe, ertragreiche Sorte. Typ Nantaise. Zeitraum von der Keimung bis zur Ernte 90-100 Tage. Die Wurzeln sind zylindrisch, sehr glatt. Länge 20-22 cm, Gewicht 150-200 g. Die Oberfläche ist rot-orange. Das Fruchtfleisch hat einen ausgezeichneten Geschmack. Empfohlen für den frischen Verzehr und die Lagerung.
Kulturtechnik.
Möhren wachsen am besten auf leichten Lehm- und sandigen Lehmböden. Als beste Vorfrüchte gelten Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Hülsenfrüchte. Im Frühjahr wird vor der Aussaat ein komplexer Mineraldünger in den Boden eingebracht. Aussaat Ende April in Rillen mit einer Tiefe von 3-4 cm. Reihenabstand 18-20 cm. 2 Wochen nach dem Auflaufen werden die Möhren ausgedünnt. Das zweite Ausdünnen erfolgt, wenn die Wurzeln einen Durchmesser von 1 cm erreicht haben, wobei zwischen den Pflanzen 5-6 cm verbleiben. Die weitere Pflege besteht aus Jäten, Lockern und Gießen. Die Winteraussaat erfolgt, wenn die Temperatur auf +5°C sinkt (zweite Hälfte Oktober - Anfang November). Die Samen werden 1-2 cm tief eingearbeitet, die Oberfläche wird mit Torf gemulcht.
1,0 g = 800-1000 Samen.
* ERNTE UND LAGERUNG.
Selektiv (insbesondere in Kombination mit dem zweiten Ausdünnen) werden Möhren herausgezogen, wenn der Wurzeldurchmesser 7-10 mm beträgt. Für die Winterlagerung und Verarbeitung werden Möhren so spät wie möglich, aber vor dem Frost geerntet. Die Wurzeln werden untergraben und aus der Erde gezogen, wobei sie vorsichtig von Hand von Erdresten befreit werden. Die Wurzeln dürfen nicht gegeneinander geschlagen werden. Das Kraut wird bis zum Kopf abgeschnitten, bei Samenträgern lässt man einen 2 cm langen "Schwanz" stehen, und sofort unter ein Dach gebracht.
Die Ernte erfolgt am besten bei trockenem Wetter. Möhren aus Winteraussaat sind nicht für die Lagerung geeignet. Möhren anderer Aussaattermine werden in Kellern, Lagerräumen usw. gelagert.
Vor der Einlagerung wird der Raum gut gelüftet, von angesammeltem Müll gereinigt und desinfiziert. Zur Desinfektion wird eine 1-2 Stunden abgestandene Chlorkalklösung (400 g Kalk auf 10 l Wasser) verwendet. Mit dieser Lösung muss der Raum einen Monat vor der Einlagerung der Produkte besprüht werden. Nach der Desinfektion muss der Raum erneut gelüftet und getrocknet werden, Holzteile des Lagers mit Kalk, gemischt mit Kupfervitriol (1,5 kg ungelöschter Kalk und 1,5 kg Kupfervitriol auf 10 l Wasser), geweißt, Erdböden mit Kalk bestreut werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass keine Nagetiere in das Lager gelangen: Lüftungsöffnungen mit feinmaschigen Metallgittern verschließen. Entdeckte Löcher fest mit Steinen, Glasscherben verstopfen und mit Zementmörtel ausgießen.
Möhren lagert man am besten in dichten Kisten mit einem Fassungsvermögen von 15-20 kg, wobei sie oben mit einer kleinen Schicht feuchtem Sand oder leichter Erde bestreut werden. Zum Schichten wird nur frisch ausgegrabener Sand mit natürlicher Feuchtigkeit verwendet, der aus einer Tiefe von mindestens 1 m entnommen wurde (damit er eine minimale Menge an krankheitserregenden Mikroorganismen enthält). Zu trockener oder zu nasser Sand ist nicht geeignet: Im ersten Fall entzieht er den Wurzeln Feuchtigkeit, und sie verwelken, im zweiten beschleunigt er Fäulnisprozesse. Die Eignung des Sandes wird so bestimmt: Beim Zusammendrücken in der Hand sollte ein Sandklumpen in mehrere Stücke zerfallen, aber nicht zerbröseln.
Eine kleine Menge Wurzeln kann in Lattenkisten, in Sand oder ohne Sand, sowie in Polyethylenbeuteln gelagert werden. Beutel zu 3-5 kg werden in 3-4 Lagen auf Regale gelegt.
Wurzeln lagern auch gut in kleinen Stapeln auf dem Boden oder Regalen. Dabei werden sie in Reihen gelegt und jede Reihe mit feuchtem Sand in einer Schicht von 2-3 cm bestreut (Wurzeln werden mit dem Kopf nach außen gelegt). Manchmal wird dem Sand zur Verhinderung von Krankheitsentwicklung Kreidepulver oder trockener gelöschter Kalk im Verhältnis 1 kg pro 50 kg Sand zugesetzt, aber dabei muss der gelöschte Kalk gut mit dem Sand vermischt werden, andernfalls kann es zu "Verbrennungen" der Wurzeln kommen.
Bekannt ist auch eine Lagermethode wie das Lehmen ("Glinowanje"): Wurzeln werden in einen Metallbehälter mit einem saure-sahne-artigen Lehmbrei getaucht und dann in Kisten mit Schlitzen gelegt. Wenn der auf den Wurzeln verbliebene Lehm trocknet, bildet sich auf der Oberfläche eine dünne Schicht, die die Wurzeln vor Welken und Krankheitsausbreitung schützt.
Wenn Sie Möhren in einer Holzkiste lagern, ist es gut, sich an ein altes Rezept zu erinnern: Bestreuen Sie die Wurzeln mit trockenen Zwiebelschalen. Eine andere Methode ist, einen Sud aus Zwiebelschalen zuzubereiten und sauber gewaschene Möhren vor der Lagerung darin einzutauchen und dann zu trocknen. Zwiebelschalen haben bakterizide Eigenschaften.
* Möhrensamen keimen langsam, und je länger der Prozess dauert, desto schneller wachsen die Reihen mit Unkraut zu, sodass das Ausdünnen der Kulturpflanzen sehr schwierig sein kann. Das Ausdünnen wird auch dadurch erschwert, dass die Sämlinge aufgrund der extrem kleinen Samen zu dicht stehen. Beide Probleme sind leicht zu lösen. Weichen Sie die Samen sechs Stunden lang in lauwarmem Wasser ein, damit sie quellen. Statt Wasser können Sie (noch besser) Fenchel- oder Kamillentee nehmen, der hilft, die Keimlinge vor Fäulnisbakterien zu schützen. Legen Sie die gequollenen Samen auf ein Papiertuch und lassen Sie sie antrocknen. Mischen Sie sie dann mit ein oder zwei Handvoll Sand und säen Sie dann wie gewohnt. Noch einfacher ist es, die Samen in eine Plastiktüte zu geben, sie mit feuchtem Sand zu mischen, sie keimen zu lassen und sie dann vorsichtig zusammen mit dem Sand in die Rillen auf dem Beet zu legen.

