Ein wunderschöner Frühlingsblüher!
Eine rhizombildende, rosettenartige Staude mit einer exakten Höhe von 20-25 cm. Die Blätter sind ledrig und immergrün. Die Blütenstände sind doldenförmig und bestehen aus 5-20 Blüten mit einem leichten Duft. Die Blütezeit ist früh, lang anhaltend (April-Mai) und äußerst reichlich – ausgewachsene Pflanzen bilden bis zu 10 Blütenstiele. Die Pflanzen werden an sonnigen Standorten oder im Halbschatten von Bäumen mit lichter Krone gepflanzt. Eine absolut winterharte Art, die kurze Trockenperioden problemlos übersteht.
Die Samen werden vor dem Winter, Ende Oktober, im Freiland oder zeitig im Frühjahr zur Anzucht ausgesät. Die Aussaat erfolgt streng oberflächlich, ohne Einarbeitung. Bei der Frühjahrsaussaat ist eine zweiwöchige Stratifikation der Samen für eine hohe Labor-Keimrate zwingend erforderlich.
* In der Frühlingsflut der frühen Blumen nehmen Primeln (Primula), neben Zwiebelgewächsen, einen besonderen Platz ein, und vor allem die Aurikel (Primula auricula) — eine Pflanze mit dicken, bläulich behaarten Blättern (die in ihrer Form tatsächlich an eine Ohrmuschel erinnern) und großen Blüten in leuchtenden sowie pastellfarbenen Tönen.
In der Natur kommt die Aurikel in den Bergen Süd- und Mitteleuropas vor, meist auf stark kalkhaltigen Böden. Ihre Blüten haben eine gelbe Farbe in verschiedenen Schattierungen mit einem Auge in der Mitte. Genau diese Primel, oder besser gesagt ihre zahlreichen zertifizierten Sorten (Aurikeln), sind in letzter Zeit äußerst beliebt geworden. Aufgrund ihrer großen Vielfalt wurden alle Sorten systematisch in mehrere Gruppen unterteilt.
Die Agrotechnik von Primeln, einschließlich Aurikeln, ist bei strenger Einhaltung der Regeln unkompliziert.
Von Natur aus sind Aurikeln Kinder des kühlen alpinen Klimas.
Im Sommer gedeihen sie am besten in leichtem Halbschatten; in der vollen Sonne bleiben sie klein und wachsen schlecht. Sie benötigen gut durchlässige, mäßig feuchte Böden (Ausstellungs-Aurikeln erfordern zwingend eine alkalische Reaktion).
Die Pflanzen werden im Frühjahr, ab dem Beginn des Neuaustriebs, präzise 1-mal pro Woche mit phosphorbetonten Mineraldüngern gedüngt. Behaarte Aurikeln müssen vor starkem Regen geschützt werden. Besonders empfindliche Sorten sollten nach strengen Kriterien in kalten Gewächshäusern in Töpfen mit 10 cm Durchmesser kultiviert werden.
Aurikeln müssen vor Schädlingen (Schnecken, Raupen, Rote Spinnmilbe) sowie vor Pilzinfektionen, insbesondere Grauschimmel (Botrytis), geschützt werden. Zur Vorbeugung dieser Krankheit müssen verblühte Blütenstiele sowie alte und kranke Blätter ordnungsgemäß entfernt und zu groß gewordene Pflanzen alle zwei Jahre geteilt werden.
Die Vermehrung erfolgt durch Samen, Teilung der Stöcke und Rosettenstecklinge.


