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Eine erstaunliche exotische einjährige Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, beheimatet in den Tropen Südostasiens. Diese Art, auch als japanische Gurke bekannt, bringt unglaubliche dünne, sich windende Früchte von bis zu 1,5 Metern Länge hervor. Wenn sie vollreif sind, wechseln sie ihre Farbe von hellgrün zu leuchtend orange, und das Fruchtfleisch wird rot.
Reifezeit: mittelfrüh.
Wuchshöhe: 200-250 cm (Liane).
Fruchtlänge: 100-150 cm (Durchmesser ca. 7 cm, Gewicht bis zu 1 kg).
Wuchsform: kletternd.

Kulinarische Verwendung und Nutzen.
Trichosanthes ist eines der beliebtesten Gemüse in der asiatischen Küche. Verzehrt werden die jungen Fruchtknoten (30-40 cm lang). Ihr saftiges und knackiges Fruchtfleisch hat einen einzigartigen Geschmack, irgendwo zwischen Gurke, grünen Bohnen und Spargel mit einer leichten Radieschennote. Sie werden roh in Salaten gegessen, gekocht, eingelegt und konserviert. Halbreife Früchte werden paniert und gebraten — sie schmecken dann wie Pilze. Die leuchtend rote, süße Samenhülle der vollreifen Früchte schmeckt wie Kaki mit Wassermelonenaroma. Junge Triebe, Ranken und Blüten sind ebenfalls essbar.
Die Schlangengurke ist reich an Eisen, Kalzium, Jod und Karotin. Entgegen alten Mythen ist sie ein ausgezeichnetes Diätprodukt und auch für Diabetiker sehr vorteilhaft. Die Pflanze hat antiseptische, harntreibende und fiebersenkende Eigenschaften, und ihre Extrakte werden häufig in der medizinischen Kosmetik zur Hautheilung eingesetzt.
Anbaubedingungen.
Diese Art wächst am besten in einem warmen, feuchten Klima. Viele fürchten die Kapriolen dieser exotischen Pflanze, aber der Anbau in einem Gewächshaus ist nicht schwieriger als bei einer normalen Gurke.
Aussaat: Die Samen werden vorab in warmem Wasser (+26...+28°C) unter Zugabe von Wachstumsstimulatoren eingeweicht. Gesät wird in einzelne Behälter mit auf +20°C erwärmter Erde.
Pflanzung: Die Sämlinge werden Mitte Mai ins Gewächshaus (im Süden ins Freiland) umgepflanzt. Die Pflanzlöcher werden mit Humus gedüngt und mit warmem Wasser gegossen. Die Pflanzen werden im Abstand von 40 cm bis zu den Keimblättern eingegraben.
Pflege: Die optimale Temperatur liegt bei +25...+30°C mit einer Luftfeuchtigkeit von etwa 80%. Trichosanthes verträgt weder Zugluft noch Kälte oder Dürre. Die Verwendung von frischem Mist ist unzulässig (verursacht Wurzelfäule). Gießen Sie regelmäßig mit warmem Wasser und düngen Sie 3-4 Mal pro Saison mit organischem Dünger.
Erntegeheimnisse: Die Liane muss unbedingt an einer stabilen Stütze oder einem Spalier gezogen werden. Um die Fruchtbildung zu beschleunigen, wird die Pflanze eintriebig gezogen (an den Seitentrieben lässt man 1-2 Fruchtansätze stehen und entspitzt sie dann). Und damit die langen Früchte gerade wachsen und sich nicht kräuseln, bindet man traditionell einen kleinen Stein oder ein Gewicht an ihre Spitze.

Bot. syn.: Cucumis anguinus (L.) L., Involucraria anguina (L.) M.Roem., Trichosanthes anguina L., Trichosanthes colubrina Jacq.f.

