Brassica oleracea L. convar. acephala (DC.) Alef. var. medullosa Thell. var. viridis L.
Hersteller: Semo
Im Paket:2,0 g
Verfügbarkeit:Lagernd
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Preis ohne Steuer 1.10€
Futterkohl "Inka".
* Als Futterkohl wird eine der zahlreichen Kohlarten bezeichnet, die Blatt- und Stängelmasse entwickelt, die zur Fütterung von Nutztieren verwendet wird.
Futterkohl ist wie Kopfkohl eine typische zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Im ersten Jahr bilden sich Stängel und Blätter, im zweiten Jahr Samen. Die Höhe des Stängels beträgt 1-1,5 m, die Masse des oberirdischen Teils einer Pflanze 1-3 kg.
Pflanzen des ersten Jahres (Stängel und Blätter) werden als Grünfutter verwendet, insbesondere im Spätherbst, wenn es kein anderes Grünfutter gibt, und werden auch zusammen mit anderen weniger saftigen und schwer silierbaren Pflanzen siliert.
Der Futterwert von Kohl ist sehr hoch. Er enthält nicht viel Trockensubstanz (13,6 %), ist aber reich an Protein, Vitamin C und insbesondere Carotin. 100 kg Futter enthalten 13 bis 15 Futtereinheiten und 1,8 kg verdauliches Protein. In Bezug auf die chemische Zusammensetzung und Verwendung steht Futterkohl den Futterrüben nahe. Ähnlich wie diese ist er auch in Bezug auf die Anbaumethoden und den Platz in der Fruchtfolge.
Biologische Merkmale.
Die Vegetationsperiode von Futterkohl im ersten Lebensjahr ist recht lang (150-180 Tage). Dieser Umstand bereitet jedoch keine Schwierigkeiten, da Futterkohl außergewöhnlich kälteresistent ist. Seine Sämlinge vertragen Fröste von -5-8 °C, und im Herbst halten die Pflanzen Temperatursenkungen bis zu -12 °C stand. Darüber hinaus können starke Frühlingsfröste vermieden werden, wenn Futterkohl durch Aussaat angebaut wird.
Anbaumethoden.
Futterkohl wird in Futterfruchtfolgen angebaut. Bei Anbau mit Samen im Boden kann er nach Roggen oder nach jeder Hackfrucht, die ihn von Unkraut befreit, ein eigenständiges Feld einnehmen. Bei Pflanzung von Sämlingen im feuchten Sommer kann Futterkohl auch als Zwischenfrucht nach der Ernte von Winterroggen zur Fütterung angebaut werden.
Futterkohl reagiert empfindlich auf die Bodenfruchtbarkeit, kann aber auch auf schwach gedüngten, wenig fruchtbaren, mittelpodsoligen Rasenböden durchaus zufriedenstellende Erträge liefern. In Bezug auf die mechanische Zusammensetzung sind für diese Kultur lehmige Böden mit guter Grundwasserversorgung vorzuziehen. Unter Kohl wird direkt Mist (30-40 t pro 1 ha) und Mineraldünger eingebracht. Mist wird im Herbst unter dem Pflügen ausgebracht, Mineraldünger (Stickstoff, Phosphor, Kalium) mit 80-120 kg Wirkstoff pro 1 ha im Herbst oder Frühjahr.
Es wurde festgestellt, dass Futterkohl eine erhöhte Reaktion auf Kalium aufweist. Der Boden wird im Frühjahr vor der Aussaat sorgfältig bearbeitet und eingeebnet.
Futterkohl wird früh im Frühjahr mit Samen in den Boden breitwürfig (Reihenabstand 60-70 cm) mit Gemüsesaatmaschinen in einer Tiefe von 1,5-3 cm ausgesät. Die Aussaatmenge beträgt 2,5-4 kg Samen pro 1 ha.
Die Hauptgefahr für Kohl beim Keimen besteht im Absterben der Keimlinge unter einer dichten Bodenkruste, im Zuwachsen der Sämlinge mit Unkraut und im Ausdünnen durch Erdflöhe.
Um die schädlichen Auswirkungen der Bodenkruste zu verhindern, wird Mulchen entweder flächendeckend oder entlang der Reihe angewendet. Als Mulchmaterial kann Torf oder Humus dienen. Für das Reihenmulchen können gleichzeitig mit der Aussaat provisorische Vorrichtungen an den Sämaschinen angebracht werden, die es ermöglichen, die Reihe mit einer 2-2,5 cm dicken Torfschicht zu bedecken. Der Torfverbrauch beträgt dabei nur 2,5-3 t pro 1 ha.
Zur Bekämpfung von Erdflöhen werden die Kohlsämlinge mit Insektiziden behandelt. Das Auftreten von Unkraut kann durch frühe flache Bearbeitung der Zwischenreihen verhindert werden. Bei der aussaatlosen Aussaat sollten auf 1 m Reihe 10-15 Sämlinge vorhanden sein, dies ermöglicht es, nach dem Ausdünnen 100.000 Pflanzen pro 1 ha zu erhalten. Bei einer solchen Bestandsdichte bilden sich dünne Stängel von Futterkohl, gut belaubt, zugänglich für das Mähen oder für die Ernte mit einem Silokombajn.

Bot.: Brassica oleracea L. convar. acephala (DC.) Alef. var. medullosa Thell. var. viridis L.

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